Begrüssungsrede der 1. Vorsitzenden Ulrike Stein

Herzlich willkommen zur Eröffnung der Ausstellung 100 Jahre Saargebiet – 100 Jahre St. Arnual
Begrüßen möchte ich auch den Bezirksbürgermeister Stefan Brand, hallo lieber Stefan. Es freut uns besonders, dass du trotz deines eng geschnürten Terminkalenders zu uns gekommen bist, herzlich willkommen.

Unser Ministerpräsident Tobias Hans hat in seine Festrede am 10 Januar in der Kongresshalle schon über das Saarhundert, wie er es nennt, gesprochen. Das dieser Tag die „Geburt der Saarländer und Saarländerinnen“ war.

Überlegen Sie einmal: 100 Jahre Saargeschichte!                    
Der Heimatverein St. Arnual nimmt dieses besondere Datum zum Anlass, um einmal auf die Geschehnisse in St. Arnual in den vergangenen 100 Jahren zurück zu blicken. Dabei aber nicht nur auf die politischen Veränderungen zu schauen, sondern auch die landschaftlichen und baulichen.  

Wir wurden vielfach auf unser Plakat angesprochen, dass Daarle, wie wir Bürger von St. Arnual sagen, doch viel älter ist. Das ist völlig richtig, wenn wir aber die ganze Entwicklung von St. Arnual zeigen wollten, dann müsste die Ausstellung heißen: „St. Arnual erleben, Daarle lieben“. 

Die großen politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen betrafen alle Bürger des Saarlandes, nicht nur uns Daarler. Daher sind wir darauf nicht näher eingegangen.  In den Bilderrahmen hinter mir sehen Sie anhand der versch. Währungen, Landesfahnen und Nationalitäten, wie wir Saarländer immer wieder politisch hin und hergezerrt wurden. Dieses hin- und her Gezerre hat uns aber geprägt und wir sind daran gewachsen.

Auf Grund der begrenzten Ausstellungsfläche können wir nur einen Querschnitt über das Geschehene zeigen. Daher werden sie feststellen, dass versch. Veränderungen nicht gezeigt werden. So fehlt z.B. auch die Bebauung des Wackenberges; das vom Architekten  Jean Schoffit entworfene Habitat Stockenbruch; die in den 20ger  Jahren in einem Gebäude der Kaserne in der Barbarastraße eingerichtete Notkirche, die bis zur Fertigstellung der Christ-König Kirche von den kath. Gläubigen genutzt wurde u.v.m. , von den Veränderungen der letzten 30 Jahren einmal abgesehen. Zurückblicken, auch auf die Industrie die in St. Arnual angesiedelt war, denn viele Fabriken waren schon in den 20ger Jahren hier und gaben den Bewohnern einen Arbeitsplatz.

Sie „Anschubsen“ ist unser Ziel, sie dazu anregen einmal darüber nachzudenken, was sie selbst in den vergangenen Jahrzehnten an Veränderungen erlebt haben. Immer wieder hatten Frau Keller, die mich sehr unterstützt hat, und ich bei den Vorbereitungen zur Ausstellung diese „AHA“ oder “Gugg mol em Henna sei babba“ Momente erlebt. Erleben sie in der Ausstellung auch einmal diese Momente.

Wir Saarländer behaupten ja: „Das Saarland ist das schönste Bundesland in Deutschland“, das ist auch so. Wir Daarler wissen aber:“ St. Arnual ist der schönste Stadtteil von Saarbrücken“ und das stimmt auch. Jeder Daarler ist bemüht das „Dorf in der Stadt“ weiter voran zu bringen. Jeden Tag arbeiten wir daran.            
Ich möchte sie nun auf die Zeitreise „100 Jahre Saargebiet-100 Jahre St. Arnual“ schicken. Schauen sie sich um, wenn sie Fragen haben fragen sie, oder stöbern sie in unserem Archiv. Erleben sie auch diese, AHA‘ Momente.

Nochmals Herzlichen Dank für ihr Kommen, wenn es ihnen bei uns gefällt, sagen sie es ihren Freunden und Bekannten, wir freuen uns auf ein Wiedersehen, hier im Heimatmuseum St. Arnual.

Daarle, 26.01.2020