| hv | 13.9.2026 | Bis 11. Oktober ist im Museum St. Arnual die Kunstausstellung »Jenseits der Form« zu sehen. Sie präsentiert Werke aus dem Nachlass von Günter Swiderski (1930-2013). Er hat lange in St. Arnual gelebt und gearbeitet. Malerei studiert hat er an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin.

Dieses Bild steht für »die anderen Seiten« von Günter Swiderski: »Ikon«, 60er-Jahre, Mischtechnik auf Leinwand.
Beim Institut für aktuelle Kunst im Saarland ist er in den Kategorien Malerei, Grafik und Fotografie gelistet. Das Künstlerlexikon von Günter Scharwath verweist auf Beteiligungen an Landeskunstausstellungen sowie Einzelausstellungen und abstrakt gestaltete Glasfenster im sakralen Raum.
Überregional bekannt geworden ist Swiderski mit seiner Konkreten Kunst, »aber er hatte auch andere Seiten«, sagte Wolfgang Kerkhoff bei der Vernissage. Man habe bewusst den Schwerpunkt auf die 70er-Jahre gelegt, als er sich vorwiegend mit Abstraktion befasste. Am Beispiel eines Seidensiebdrucks und zweier Aquarell-Vorstudien dazu lässt sich erkennen, wie er Formen schrittweise reduziert.
Manche Bilder der Auswahl werden zum ersten Mal öffentlich gezeigt. Bei einer Werkschau 2010 würdigte die Kunstwissenschaftlerin Cornelieke Lagerwaard insbesondere Swiderskis Farbexperimente: »Er nimmt sich die Freiheit, mit Formen, Farben oder Material zu spielen.« Davon wird einiges spürbar in der Ausstellung, die in Kooperation mit der Tochter Angela Swiderski zusammengestellt wurde.
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