| wk | 24.3.2025 | Ohne Fritz Meyer gäbe es das Museum St. Arnual wahrscheinlich nicht in seiner jetzigen Form. Als Gründungsmitglied des Heimatvereins setzte er sich hartnäckig für diese Lösung ein. Darauf machte der ehemalige Vereinsvorsitzende Gunter Feneis aufmerksam, als er zum 100. Geburtstag des 2011 gestorbenen Handwerkers, Künstlers und Heimatforschers die Laudatio hielt. Das Museum St. Arnual widmete Meyer die erste Ausgabe seiner Veranstaltungsreihe "Geschichtspunkte".
Aus den ersten Tagen des Museums St. Arnual: Viele packten mit an und unterstützten Fritz Meyer.
Fritz Meyer erlernte das Malerhandwerk, um später den Betrieb seines Vaters übernehmen. Aber er wollte immer auch mehr, besuchte die Kunstgewerbeschule in Kaiserslautern, wo ein halbes Jahrhundert zuvor ein Abert Weisgerber studiert hatte.
Aus der Gefangenschaft zurück, schrieb er sich 1947 an der Staatlichen Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken ein, lernte unter anderem bei den Stars der Zeit, Frans Masereel und Boris Kleint. Aus dieser Zeit stammen Arbeiten von beachtlicher Reife. Für seine Skizzen, Bleistift- und Tuschezeichnungen, Selbstporträts und Etüden mit unterschiedlichen Techniken erntete er nicht nur bei seinen prominenten Lehrmeistern hohe Anerkennung.
Dennoch arbeitete er ab 1948 vor allem im Malergeschäft des Vaters und übernahm später mit dem Meisterbrief in der Tasche die Verantwortung für das elterliche Malergeschäft. Seine kreative Arbeit stellte er ab dann bewusst in den Hintergrund. Mit seiner Frau Lydia betrieb er später die "Daaler Weinstubb" am Markt.
1988 war Fritz Meyer "sofort in seinem Element und gab Vollgas für die Einrichtung des Museums", erinnerte sich Gunter Feneis. Mit seiner Sammelleidenschaft habe er das Museum von Anfang an bereichert. Im November 2012 bekam der Vorplatz in der Augustinerstraße deshalb einen neuen Namen: Fritz-Meyer-Platz. Die Bezirksbürgermeisterin Christa Piper und die Vorsitzende des Heimatvereins, Ulrike Stein, enthüllten das ovale Namensschild.
Aus Anlass des 100. Geburtstags gab der Heimatverein die biografische Skizze "Ein Macher" vor, die Fritz Meyer gewidmet ist. Sie wird in Kürze hier auch elektronisch zur Verfügung stehen.