Im Kunstverein Saar arbeitet Dorothee Willie im Vorstand und geht auch gern mit ihm auf Exkursion. Die Ergebnisse sind im Heimatmuseum St. Arnual zu sehen.

Saarbrücken. Duftige Blumenarrangements, helle Winterlandschaften, aber auch farbenfrohe Ansichten von St. Arnual, Gräfinthal, der Völklinger Hütte oder sogar aus New York werden zurzeit in einer Ausstellung von Dorothee Willie im Heimatmuseum St. Arnual gezeigt. „Ich habe im Jahr 1988 angefangen zu malen. Zuerst mit Seidenmalerei, dann fand ich aber schnell zur Aquarellmalerei“, erzählt Dorothee Willie in der gut besuchten Ausstellung. Seit 1989 ist sie Mitglied im Kunstverein Saar, in den letzten Jahren arbeitet sie dort im Vorstand mit. Der Kunstverein Saar unternimmt regelmäßig Kunstfahrten, wo die Mitglieder vor Ort an ihren Motiven arbeiten. Diese Reisen inspirieren Dorothee Willie ganz besonders. „Wir waren in den letzten Jahren in Portugal, aber auch in der Toskana oder in der Provence. Am Lago Maggiore habe ich dann im Garten unseres Ferienhauses gesessen und das Haus gemalt“, erzählt die Malerin weiter.

Und genau die Aquarelle, die Dorothee Willie vor Ort gemalt hat, sind dann auch besonders beeindruckend. Mit schnellem Pinsel hält sie die Ansichten des Hauses, des Parks und der Pflanzen darin fest. Die Motive sind leicht abstrahiert, die Komposition hält sich aber farblich und detailliert an die Vorlage. Dagegen sind ihre Blumenaquarelle freier, die einzelnen Blüten, oft in bunten Farben, lösen sich fast auf. Überhaupt malt Dorothee Willie gerne mit leuchtenden Farben. So dominiert in ihrer Ansicht der Völklinger Hütte die Farbe Orange, die Häuser von Venedig oder Paris sind sogar knallgrün und leuchtend rot.

Dass Dorothee Willie auch Humor hat, zeigt ein Blatt, auf dem sie ihre Wanderschuhe detailgetreu gemalt hat. Die Freude am Malen sieht man garade diesem Bild besonders an. „Malen ist mein Hobby, meine Leidenschaft“, sagt sie dazu. nba

Arrangement der Farben. Aquarelle von Dorothee Willie, im Heimatmuseum St. Arnual, Augustinerstraße 7. Geöffnet bis 8. Januar, sonntags jeweils von 15 bis 18 Uhr, außer 25. Dezember und 1. Januar.